Was ist eine Aphasie?

Ihre Eltern oder ihr Partner hatten einen Schlaganfall und die Sprache ist betroffen?

Ein betroffener Angehöriger spricht kaum noch? Er versteht zudem auch sehr schlecht, was Sie sagen? Er verwendet immer wieder die gleichen Floskeln und wiederholt Sachen ständig?


Ihr betroffener Angehöriger muss sich beim Sprechen sehr anstrengen und ärgert sich oft, wenn er merkt, dass es ihm nicht richtig gelingt? Er nennt immer nur die wichtigsten Wörter und verschluckt oder vertauscht oft Laute und Silben?


Ihr betroffener Angehöriger spricht viel aber sehr umständlich? Sie verstehen oft nicht was er Ihnen erzählen möchte, aber ihm ist gar nicht immer klar, warum Sie es nicht verstehen? Er verdreht Wörter oder bildet Sätze fehlerhaft und bricht mitten im Satz ab und fängt wo anders wieder an?


Sie können sich zwar weitestgehend gut mit Ihrem betroffenen Angehörigen unterhalten, Sie merken aber, dass er oft nach den richtigen Wörtern sucht? Er beschreibt manchmal Wörter auf die er in diesem Moment nicht in seinem Sprachgebrauch zurückgreifen kann oder benützt Platzhalter?


Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die in Folge einer Schädigung des ZNS auftritt. Aphasien bestehen z.B. nach einem Schlaganfall, einem Schädelhirntrauma, einer Hirnblutung usw. Die Aphasie kann in sehr unterschiedlichen Schweregraden auftreten und wird in verschiedene Formen unterteilt (Globale Aphasie, Broca-Aphasie, Wernicke Aphasie; Amnestische Aphasie). Betroffen sein können das Sprachverständnis und die Sprachproduktion sowie das Lesen und Schreiben. Für einige Patienten kommt zur Aphasie erschwerend eine Sprechapraxie hinzu. In der Therapie wird je nach Art und Schweregrad der Aphasie sehr unterschiedlich gearbeitet. Therapieinhalte sind beispielsweise Wortfindung, Wortwahl, Satzbildung, grammatische Strukturen, Redefluss und Sprachverständnis, das Lesen und Schreiben.