Was ist eine Schluckstörung (Dysphagie)?

Ihr Angehöriger verschluckt sich beim Essen oder Trinken häufig und bekommt Hustenanfälle? Der Speichel fließt öfters aus dem Mund und Essensreste werden nicht immer vollständig heruntergeschluckt? Die Stimme klingt nach dem Essen brodelig? Ihr Angehöriger hat häufig Fieberschübe oder wiederkehrende Bronchitis?

 

Vermuten Sie eine Schluckstörung bei ihrem Angehörigen, dann ist es wichtig, dass Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen um schwere Folgeschäden zu verhindern.

 

Die Dysphagie ist eine Schluckstörung, die zum Beispiel aufgrund eines Schlaganfalls, eines Unfalls, eines Tumors oder aufgrund einer fortschreitenden Erkrankung auftritt. Die Einschränkungen können das Schlucken von Speichel, Essen und Trinken betreffen. Der Therapeut arbeitet eng mit dem behandelnden Arzt zusammen. In manchen Fällen ist eine Sondenernährung notwendig, da der Patient nicht mehr genügend Flüssigkeit und Nahrung aufnehmen kann. In der Therapie werden je nach Grad der Betroffenheit sehr unterschiedliche Inhalte durchgeführt. Mögliche Therapieinhalte sind unter Anderem die Mundhygiene, Atmung, Haltung, Sensibilisierung / Desensibilisierung der orofazialen Muskulatur, Reflexanbahnung, sowie die Verbesserung der Mundmotorik, Kostanpassung, Einführung von Ess- und Trinkhilfen und Beratung. Das Ziel der Schlucktherapie ist es die Schluckfunktion aufzubauen, zu verbessern oder aufrechtzuerhalten. In jedem Fall soll ein besserer Umgang mit der Erkrankung erzielt werden.