Was ist eine myofunktionelle Störung bei Kindern?

Ihr Kind hat oft, obwohl es nicht spricht, den Mund geöffnet (z.B. beim Buch anschauen oder Fernsehen)? Die Zunge liegt im unteren Bereich des Mundes oder ist oft im Kontakt mit den Lippen? Eventuell klingt auch die Aussprache etwas undeutlich oder verwaschen?

 

Die myofunktionelle Störung ist eine Störung des orofazialen Muskelgleichgewichts, welche ein fehlerhaftes Schluckmuster nach sich zieht. Oftmals tritt diese in Zusammenhang mit einer Fehlstellung der Zähne, des Kiefers oder des Gaumens auf. Die Ursachen können organisch oder funktionell sein. Aber auch Angewohnheiten wie z.B. Daumenlutschen können der Grund sein. In der Therapie wird an einer verbesserten Wahrnehmung des orofazialen Bereichs gearbeitet. Es werden gezielte Übungen durchgeführt, um die Mundmuskulatur zu stärken bzw. zu schwächen, je nachdem, ob der Patient eine zu hohe oder eine zu niedrige Muskelspannung hat. Es wird am Mundschluss, an der korrekten Zungenruhelage sowie am korrekten Schluckmuster gearbeitet. Gegebenenfalls wird die Therapie mit einer Artikulationstherapie kombiniert.